Ein lodernder Kessel,
der Berg glüht.
Flirrende Luft.
Ab und an tanzen Flammen,
die sekundenschnell in Rauch verfliegen.
Erstickend.
Ringsum Dunkelheit und das Geräusch des Sees.
Fische springen, verbreiten etwas Schauriges.
Die Glut lässt die Kälte der Nacht vergessen.
Schwebst in Gedanken, klein wie du bist.
Tausend und aber tausend leuchtende
Funken am Himmel.
Unendlich fern, aber doch so nah.
Wahnsinn.
Eingehüllt in den Mantel der Tiefe der Nacht
lasse ich mich schweben, fliegen.
So viele schöne Sachen, die mir einfallen bei
dem Anblick der Unendlichkeit.
Sauge alles, was meine Sinne wahrnehmen,
in mich auf und fliege mit
auf ihrer Reise in die Ewigkeit.

Wie oft wir warten!
Könnten wir dabei wie im Urlaub entspannen,
wäre es die beste Therapie gegen Stress,
kostenlos.
Wir warten.
Am Telefon.
Bei der Post.
Auf dem Klo.
Auf dem Amt.
Auf die Bahn.
In der Bahn.
Auf das Ende der Werbepause.
Auf das Gehalt.
An der Ampel.
Vor dem Computer.
In der Schlange.
An der Kasse.
Auf der Autobahn.
Auf einen Anruf.
Auf den Feierabend.
Im Restaurant.
Am Flughafen.
Vielleicht auf Glück.
Wir reihen uns ein.
Nutzen wir die Zeit.
Und gehen einen Schritt weiter!
Nach vorn!
Und denken um.
Zeit ist Entspannung.
Zeit ist unsere Pause von dem,
was vor und nach dem Warten ist.

Ich verstehe Menschenmonster nicht.
Sie gehen eine Beziehung mit dir ein, täuschen ihre Zuneigung zu dir vor, um ihre Zwecke zu verfolgen. Sie hintergehen dich jahrelang, um dich zu zerstören.

Manchmal scheint ihre Liebe echt. Wir klammern uns an sie wie an einen Strohhalm, damit wir nicht ertrinken, wenn uns ihre nächsten Wellen der Erniedrigung, der seelischen Messerstiche und grausamen Tiefschläge zu überrollen drohen.

Monstermenschen missachten deine Gefühle. Sie treten weiter auf ihnen herum, auch wenn du schon am Boden liegst. Sie wollen dich glauben machen, dass du für ihre Fehler verantwortlich bist, und baden genüsslich in deiner Enttäuschung, Verzweiflung, in deiner Scham und deiner Verletztheit.

Menschen sind Monster, wenn sie über dich lachen, weil du ihnen deine persönlichsten Geschichten anvertrauen willst. Sie sind Monster, wenn sie dir mitteilen, dass deine Freunde und deine Familie an letzter Stelle stehen. Sie sind Monster, wenn sie dich anschreien und dir den Mund verbieten.

Sie werden zu Monstern, wenn sie ohne eine Wort des Abschieds einfach aus dem Leben verschwinden. Dich wartend mit Sorgen um sie wie Abfall zurücklassen. Monstermenschen machen sich von heute auf morgen nach Wochen, Monaten und Jahren aus dem Staub, ohne Rücksicht auf dich.

Sie sehen es nicht: Wenn sie nicht mehr in deinem Leben existieren, existierst auch du nicht mehr. Weil du zweifelst, dich mit Fragen quälst, die nie beantwortet werden. Weil du dich ärgerst, traurig bist und einen Weg suchst, ohne das alles weiterzuleben.

Monstermenschen sind irgendwann einsame Wesen. Keiner will sie um sich haben und sie wollen keinen um sich haben. Verstehen werde ich sie nie.

Wenn du mich verlässt, fällt die Tür ins Schloss.
Du verbannst mich in einen kleinen Raum, deren Betonwände mich kahl anstarren.
Du sperrst mich ein.
Und machst mich zu einem Gefangenen, der den Blick durch eisige Gitterstäbe kaum erträgt.

Wenn du mich verlässt, nimmst du mir alles.
Du entreißt mir, was ich liebe und wie die Luft zum Atmen brauche.
Du lässt mich allein.
Und entfachst eine unerbittliche Sehnsucht nach dir, die mir den Verstand rauben wird.

Wenn du mich verlässt, falle ich zu Boden.
Du entziehst mir meinen Glauben an dich und mein Leben, das ich mit dir teile.
Du machst mich abhängig.
Und ich frage dich, wie verkehrt ist die Welt, in der wir leben?
Bist du es doch, der ich bedingungslos erliege, geliebte Freiheit.

Der Herbst hat alle Spuren verweht.
Zwischen uns ist kalte Stille.
Du bist gegangen, ohne adieu zu sagen
und ich habe gewartet, Winter um Winter.

Seine Kälte hat mich schützend umarmt.
Sie packte deine Entscheidung in Eis
und half mir, den Winter zu überstehen.
Mein Herz schlägt weiter, auch ohne dich nun, Unsichtbare.

All unsere Jahre hast du in altes Laub verwandelt.
Es zerfällt vielleicht für immer.
Nun bedeckt der Schnee sanft das Sterbende,
das ich ohne Trauer ziehen lasse.

Wie kann ich denn auch trauern,
wenn Du feige stumm bleibst
und kein Wort des Abschieds verlierst!?

Laufe, wohin du willst.
Unsere gemeinsame Zeit wird dich trotzdem begleiten.
Du kannst sie nicht zurücknehmen, nicht zurücklassen wie mich.
Jeder Herbstwind sammelt doch wieder Blatt um Blatt Jahr für Jahr.

Man wächst im Leben.
Wie ein Baum, der jedes Jahr eine neue Rinde bekommt und die alten Sachen – genannt Erfahrungen – in sich einschließt und sie wie ein Geheimnis nach außen hin bewahrt. Je mehr Rinden neu hinzukommen, desto stärker wird man im Inneren. Und natürlich nach außen.
Trotzdem ist man stets verletzlich, denn ein Baum muss gegossen werden, damit die Rinde nicht abbröckelt. Und dieses Wasser können uns Freunde geben. Freunde spenden sich gegenseitig Energie, kitten die ein oder andere Stelle und spenden sich gegenseitig Schatten.
Die Feinheiten, die die Persönlichkeit des Baumes, also unseres Charakters ausmachen, sind die Äste und Wurzeln. Sie sind das Grundgerüst für unser Ich. Je stärker sie sind, desto bodenständiger und wir selbst sind wir. Und wenn man nicht stehen bleibt in seinem Wachstum, in seiner Entwicklung, wachsen stets neue Zweige, die irgendwann Äste werden, wenn wir es wollen.
Das Laub ist dann das, was übrig bleibt, was kurzlebig ist; die Eigenschaften, die abfallen, wenn wir sie nicht mehr tragen wollen oder können. Sie sollen verwittern, damit sie uns nicht schaden und lästig werden, damit sie uns neuen Nährstoff für unser Wachstum geben. Nur muss man zulassen, dass sie abfallen, da sie sich sonst unserer Energie berauben.
Wenn wir dann gut genug gediehen sind, werden wir Blüten tragen, als Dank uns selbst gegenüber. Als Lob für jeden Ast und jede neue Rinde, die wir selbst erworben und erhalten haben. Und dann tragen wir irgendwann Früchte, die wir mit gutem Gewissen zu Boden fallen lassen können, weil sie unsere Wurzeln enthalten und daraus neue Keime wachsen.
Und dann können wir zusehen, was wir Gutes erreicht haben. Doch zuerst sollten wir erblühen. Das sollte vorerst unser Ziel sein.

Es atmet der Wald des Berges aus.
Aus seinen Tiefen erhebt sich der kühlende Regen der Nacht
und der Tau des warmen Morgens.

Weiße, reine Rauchgebilde
schlängeln sich zu weichen Wolken zusammen,
verformen sich vom Wind getrieben zu einem Band
und lösen sich auf in den Strahlen der Sonne.

Der Berg verliert den schleiernden Nebel,
der ihn umhüllte.
Verflogen ist der Hauch des Erwachens,
der sein Geheimnis verbarg.

Der Blick nun ist klar auf die Täler des Waldes,
der felsige Hänge kraftvoll umarmt.
Leuchtende Lichtungen durchbrechen sanft seine Majestät
bis zum nächsten Morgen.

Die Angst fesselt dich.
Sie lässt dich nicht los,
wenn du ihr zustimmst.
Die Gänsehaut ist recht angenehm,
wenn das Zittern nicht wäre.
Das Adrenalin hält dich wach,
damit du jede Muskelbewegung spürst,
die sich anfühlt wie Stein.
Jede Bewegung spürst du,
jedes Geräusch ist lauter als sonst;
selbst dein eigener Herzschlag.
Lass die Angst nicht zu,
wenn du diesen Nervenkitzel nicht verträgst.
Spürst du, wie das Wasser auf deiner Haut schwimmt?
Bemerkst du deine nervös-schauenden Augen?
Schließe sie doch einfach,
befreie dich aus dem Netz des Kicks.
Sei doch mal mutig!
Lass sie nicht zu!
Stelle dich blind und du wirst sehen.

Ich dachte immer, ich sei frei und unabhängig.
Doch dann sah ich dich.
Hast mich gefesselt mit deinem Anblick – verrückt …
Weiß erst jetzt, was es heißt, nicht abhängig zu sein.
Durch dich.

Warum lass ich immer wieder zu, dass du mich quälst,
wenn du nicht da bist und mich verlässt?
Du kannst mich nicht in Ruhe lassen.
Verführst mich jedes Mal, auch wenn ich dich nicht haben will.
Weißt genau, dass ich schwach werde und bin.
Von Anfang an.

Du nutzt deine Stärke aus bei mir.
Ziehst mich immer wieder runter, wenn du nicht da bist und mich verlässt.
Sieht man mir an, wie du mich in deiner Gewalt hast?
Merkt man, wie mein Körper nach dir schreit?
Wie meine Seele immer und immer wieder quälend zittert?

Mach mich kaputt! – Zerstör mich!
Werde schon high, wenn ich dich nur sehe – unvorstellbar …
Hast mich süchtig gemacht, ohne mich zu warnen vor dem Danach.
Hatte keine Ahnung, hast mich ausgenutzt!
Ich will mehr, verzehr mich nach dir.
Verlass mich nicht!
Lass mich leben!

– Leben? –
Kann und will nicht mehr ohne dich.
Lebst in mir!
Du bist mein Leben.
Bleibst mir treu, weil du von mir lebst.
Ich brauch dich so sehr. Bleib bei mir.
Komm zu mir!
Wo bist du? Warum lässt du mich hier stehen?
Hol mich raus hier! …… bitte …..
Will diese Qualen nicht mehr.

Stürmische Blicke, wilde Gedanken,
Atem pulsierend, Verlangen heiß.
Vegetiere –

Wo?
Wo bist du, Lust, Freude, Glück, Qual?
Wo bist du, wenn man dich am meisten braucht?
Gibst Energie für die Leere in mir.
Zerdrückst mich, muss raus.
Erlöse mich doch endlich.
Bittteee!

Flehe dich an.
Liege dir doch zu Füßen.
Nur noch ein letztes Mal!

Danke –
Ich liebe dich.
Fühl mich endlich wieder leicht, frei, unbefangen –
doch nie mehr unabhängig …
Alles ist wieder schön, nur durch dich.

Geh weg! Warum bist du noch da?
Lass mich in Ruhe!
Hau ab!
Verschwinde aus mir!
Bringst mich um den Verstand.
Bringst mich noch um …

Warum hab ich mich auf dich eingelassen?
Wieso muss es dich nur geben?
Will dich nie mehr sehen.
Geht nur nicht, weil ich dich brauche.
Hast mich süchtig gemacht.
Schenkst mir geile Höhenflüge und lässt mich dann noch tiefer fallen.
Warum mach ich das alles mit?

Einmal nicht an dich denken müssen!
Nur einmal wieder ohne dich denken können.
Ohne dich schlafen –
Dich aus mir rausbekommen.
Aus meinem Blut, meinem Fleisch, meinem Kopf, meiner Seele.
Scheiß Sucht nach dir.
Scheiß Droge.
Fuck off!

Du merkst es nicht.
Doch mit deiner herablassenden Art verletzt du die Menschen,
die dir nahstehen.
Niemand von ihnen
hat deine abfälligen und erniedrigen Bemerkungen verdient,
nur weil er nicht deiner Meinung ist.

Jeder Versuch, dir den Wind aus den Segeln zu nehmen,
endet in einem Sturm,
mit dem du dein Gegenüber zu Fall bringen willst.
Aber warum?
Warum hörst du nicht einfach mal zu und zeigst dich tolerant?

Warum stürmst du bei winzigen Kleinigkeiten auf uns los
und schießt mit gemeinen, verachtenden Wortsalven weiter auf uns ein,
wenn wir schon längst die weiße Fahne schwingen?

Andersdenkende sind nicht weniger Wert als du.
Du hast kein Recht sie zu denunzieren.

Manchmal – so heißt jedenfalls die Redewendung – fühlt man sich „außen vor gelassen“. Aber steckt man dann nicht trotzdem mittendrin?
Mitten im Chaos aus Gefühlen und Gedanken und Sehnsüchten.
Was macht man, wenn man das Gefühl hat, sich entscheiden zu müssen?
Wägt man? Kann es nicht bleiben, wie es ist? Will ich, dass sich etwas ändert, verändert?
Was ist überhaupt mein Beweggrund?

Ich fühle mich gedrängt. –
Gedrängt in eine Ecke, aus der ich nur auf einem Weg rauskomme und mich trotzdem entscheiden muss, welchen Weg ich gehe.

Denn das Ziel des Weges lockt nicht gerade zum Gehen. Ich stehe mittendrin und bin doch außen vor.
Gehen oder bleiben? Oder gehen und bleiben. Bei dir.
Oder bleiben und deshalb gehen. Von dir.

Lock mich doch, damit ich nicht gehe –
auf dich zu. Und wieder zurück. Bedrängt.

Aber gehe ich, kann ich dann bleiben? Bei dir?

Und wenn. Wie ist es bei dir? Mit mir? Mit uns?

Denk dran. Es gibt ja nur einen Weg zurück.
Ein Weg zurück. Von dir.

Ich hab Dich heut wiedergeseh’n
und es war echt wunderschön.
Es war wie in alten Zeiten,
ich habs nicht für wahr gehalten.
Du lächeltest mich an.
Das hat wirklich gut getan,
doch alles fing von vorne an . . .

Du hast mir mein Herz gestohl‘n,
doch das ist schon lang her.
Bitte gib es mir zurück,
ich lieb Dich immer noch so sehr.

Ich kann Dich nicht vergessen,
ziehst mich einfach in Bann.
Bitte schau mich nicht so mit
Deinen Zuckeraugen an!

Ich will Dich ja vergessen,
doch ich schaff es einfach nicht.
Wie soll ich es denn können,
wenn mein Herz an Dir zerbricht?

Bitte spar Dir Deine Reden
Und komm mit mir mit!
Dann zeig ich Dir das Leben,
wie schön es wirklich ist.

Du hast mit mir geschlafen,
doch für Dich war es nichts.
Wie kannst Du nur so still sein? –
Schau mir endlich ins Gesicht
– mit Deinen Augen aus Eis –
und sieh, wie mein Herz durch Dich zerreißt.

Ich weiß, Du hast mich lieb,
doch Du gibst es nicht zu.
Warum will ich jetzt nicht gehn?
Lass mich doch nur in Ruh!

Ich bin total fertig
und ich kann jetzt nicht mehr.
Bitte hör doch meine Schreie!
Ich lieb Dich immer noch so sehr!

Du sagst, Du liebst ne andere,
doch was bin ich dann für Dich?
Ich hab echt kein‘ Bock mehr drauf,
ich find es widerlich.

Doch Du hast mein Herz geraubt,
also gib es mir zurück!
Ich hab an uns zwei geglaubt,
doch das war nur verrückt.

„Gib mir mein Herz zurück“
oder „Schieß mich jetzt ab“!
Damit keiner weiß,
wie viel Liebe ich Dir gab.

Ich hab es echt satt!
Ich fühl mich nur leer.
Was soll ich denn nur tun?
Ich lieb Dich einfach noch zu sehr.

Ich habe Sehnsucht nach Liebe –
Sehnsucht nach Wärme, Zärtlichkeit und Freunden.
Ich vermisse diese Dinge,
Obwohl ich sie nie besaß.

Ich weiß nicht genau,
Was Sehnsucht ist.
Doch ich glaube, das heißt,
Man wird vermisst.

Ich glaube nicht,
dass man mich vermisst.
Denn fast jeder weiß,
Dass nur Kummer mich besitzt.

Doch vielleicht vermisst mich der,
Von dem ich es erhoffe.
Aber vielleicht auch nicht,
Wenn er weiß, dass mein Leben zerbricht.

Ich habe Sehnsucht nach einigen Personen.
Aber nach einer sehn‘ ich mich sehr.
Er kennt mich gut und ich ihn noch mehr.

Ich vermisse seinen Körper,
seine Stimme, seine Worte.
Ich möchte ihn wiederseh‘n,
Denn er ist so süß wie eine Torte.

Ich fühl mich wieder total scheiße.
Alle meckern mit mir rum.
Ich bin wieder traurig.
Alle denken, ich sei dumm.

Aber schlau bin ich auch nicht.
Wieder brauche ich einen, der mich tröstet.
Drum schreib ich dies Gedicht.

Ich fühl mich einsam und verlassen.
Und ich kann ihn nicht lassen.
Wieder denke ich an ihn,
Wieder suche ich Freude bei ihm.

Wieder weinte ich mich leer.
Wieder ist mein Herz dumpf und schwer.
Ich möchte wieder bei ihm sein,
Denn dann bin ich nicht allein.

Ich möchte meine Wut in die Welt schreien.
Und wieder würde mir niemand zuhören.
Nicht einmal er –
Denn ich würde wieder stören.

Nun sitzt wieder alles auf meiner Seele.
Wieder sind es Probleme, die keinen interessieren.
Wieder wird ein Teil meiner Heiterkeit erdrückt.
Und wieder denken alle, ich sei verrückt.