Manchmal tue ich mir selbst leid. Wenn ich daran denke, wie ich aufgewachsen bin. In einer zerrütteten Familie, mit Eltern, die zusammenlebten und doch getrennte Wege gingen. Die kaum miteinander sprachen und Machtkämpfe führten. Mit mir als wehrloses Opfer.

Ich verstehe Menschenmonster nicht. Sie gehen eine Beziehung mit dir ein, täuschen ihre Zuneigung zu dir vor, um ihre Zwecke zu verfolgen. Sie hintergehen dich jahrelang, um dich zu zerstören.

Die Angst fesselt dich. Sie lässt dich nicht los, wenn du ihr zustimmst. Die Gänsehaut ist recht angenehm, wenn das Zittern nicht wäre.

Kawumm. Sie überfällt dich einfach so – ohne Ankündigung, aus dem Nichts. Sie schnürt dich ein, packt dich und will dich zu Boden reißen.

Wenn du mich verlässt, fällt die Tür ins Schloss. Du verbannst mich in einen kleinen Raum, deren Betonwände mich kahl anstarren. Du sperrst mich ein. Und machst mich zu einem Gefangenen, der den Blick durch eisige Gitterstäbe kaum erträgt.

Du willst wissen, was in mir vorgeht, aber ich frage mich trotzdem, ob es uns weiterhilft und ob du mich dadurch besser verstehen kannst. Egal, was wird, ich will ein offenes Buch für dich sein: