Jeden Tag aufs Neue hast du mich freudestrahlend empfangen, wenn ich nach dem Mittagessen im Kindergarten zu dir nach Hause kam. Jeden Tag hast du ungeduldig und voller Vorfreude aus dem Fenster schauend auf mich gewartet und mir beherzt entgegen gewinkt. Meist war ich schneller als du an der Wohnungstür und habe darauf gewartet, dass…

Du hast gelogen! Und ich dachte, du magst mich. Du hast mich sozusagen betrogen, Als du einmal von mir wichst. Ich versuche zu vergessen, was geschah, Als ich dich das erste Mal sah. Ich versuche, DICH zu vergessen. Doch ich bin irgendwie von dir besessen.

Manchmal tue ich mir selbst leid. Wenn ich daran denke, wie ich aufgewachsen bin. In einer zerrütteten Familie, mit Eltern, die zusammenlebten und doch getrennte Wege gingen. Die kaum miteinander sprachen und Machtkämpfe führten. Mit mir als wehrloses Opfer.

Ich bin traurig. Denn ich weiß genau, dass der Junge, in den ich seit gut zwei Jahren verliebt bin, sich nichts aus mir macht.

Ich habe Sehnsucht nach Liebe – Sehnsucht nach Wärme, Zärtlichkeit und Freunden. Ich vermisse diese Dinge, Obwohl ich sie nie besaß.

Ich fühl mich wieder total scheiße. Alle meckern mit mir rum. Ich bin wieder traurig. Alle denken, ich sei dumm.

Ich fühle mich einsam, Tag für Tag. Denn ich weiß genau, dass mich sowieso niemand mag. Darum bin ich traurig und weiß nicht wohin. Manchmal glaub ich sogar, dass ich nicht mehr weiß, wer ich bin.

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