Dein altes Gesicht ist verblasst und vertrümmert.
Im Tausch gegen einen neuen Namen
hast du dein Antlitz mehr als einmal zurückerobert.
Neu geboren zur Schaustellung in prachtvollem Glanz
bist du heute schöner denn je.

Dein weites Lindendach begleitet würdig jeden Schritt
vorbei an den Fliesenwänden monumentaler Werke
und säumenden Kandelabern,
deren Licht breit geflügelte Arme tragen.

Zur Winter- und zur Sommerstunde
zeigst du dein Wunder aus Architektur und Eleganz.
Deine glanzvolle Pracht umhüllt den Asphalt,
den Grün und österliches Gelb durchbricht.

Gerade hier in deiner Mitte enthüllt sich deine Anmut.
Unverbogen wandern die Blicke –
von den magischen Türmen gen Frankfurt
zu den brausenden Fontänen und
der vertrauten Silberkugel in Mitte.

Zwischen kosmischem Kino,
das auf verborgene Laubengänge sieht,
und sibyllischem Kaffee lockst du
mit blühendem Duft zum Verweilen –
auch in den bunt blühenden Garten voller Rosen.

Du bist ein unvergleichliches Kleinod der Stadt
und ich fotografiere dich
immer wieder in mein Gedächtnis,
um selbst die kleinsten deiner Schätze zu wahren.

Dieses Gedicht ist ein Beitrag für den Friedrichshainer Zeitzeiger, der monatlich mit geschichtlichen Hintergründen, Porträts und vielem mehr über den Stadtteil Friedrichshain informiert.

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