Der Herbst hat alle Spuren verweht.
Zwischen uns ist kalte Stille.
Du bist gegangen, ohne adieu zu sagen
und ich habe gewartet, Winter um Winter.

Seine Kälte hat mich schützend umarmt.
Sie packte deine Entscheidung in Eis
und half mir, den Winter zu überstehen.
Mein Herz schlägt weiter, auch ohne dich nun, Unsichtbare.

All unsere Jahre hast du in altes Laub verwandelt.
Es zerfällt vielleicht für immer.
Nun bedeckt der Schnee sanft das Sterbende,
das ich ohne Trauer ziehen lasse.

Wie kann ich denn auch trauern,
wenn Du feige stumm bleibst
und kein Wort des Abschieds verlierst!?

Laufe, wohin du willst.
Unsere gemeinsame Zeit wird dich trotzdem begleiten.
Du kannst sie nicht zurücknehmen, nicht zurücklassen wie mich.
Jeder Herbstwind sammelt doch wieder Blatt um Blatt Jahr für Jahr.

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